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Information und Anmeldung zum Tagesklinikkongress
8. und 9. März 2012 in Kiel

DATPPP

Die Tagesklinik im Netz –
Therapie mit Umfeld

11. Jahrestagung der DATPPP e. V.
8. und 9. März 2012
Kiel, Halle 400

Drei Schwerpunkte prägen dieses Jahr Referate und Workshops. Zum einen gilt es durch Erfahrungen mit anderen Strukturen (Regionalbudget, Skandinavien, Art der Netzwerkbildung usw.) zu lernen, welche der eigenen Strukturvorgaben hilfreich sein können und welche uns und unseren Patienten die Genesungsarbeit eher schwer machen.

Der zweite Schwerpunkt betrifft unser psychotherapeutisches Handwerkszeug. Methodische Weiterentwicklung, spezifische Ausrichtung oder kreativer Einsatz von Bewegung sollen den Blick für die Möglichkeiten teilstationärer Psychiatrie weiten helfen.

Nicht zuletzt wollen wir auf Zielgruppen hinweisen, die aktuell eine besondere Aufmerksamkeit benötigen wie z. B. Neu-Kriegs-Traumatisierte, Migranten und Menschen mit Arbeitsphobien.

Tagungsprogramm

Donnerstag, 8. März 2012
Die Netze sind ausgelegt

9:00 – 10:00
Anmeldung
10:00 Begrüßung
Eikelmann B.

Vorträge: 10.15–13.15 Uhr

10:15 Wie können wir heute Psychotherapie gestalten?
J. Aldenhoff
10:45 Das Netzwerk schleswig-holsteinischer Tageskliniken
H. Hopf
11:15 Offener Dialog – ein skandinavisches Modell zeigt seine Wirksamkeit in Deutschland
V. Aderhold
11:45 Pause
12:15 Möglichkeiten und Stellenwert teilstationärer Behandlung im Netz dänischer Psychiatrie
K. Muller-Nielsen
12:45 Einsatzbedingte psychische Störungen bei Soldaten der Bundeswehr
A. Breitkreuz

13:15 – 14:45 Mittagspause

14:45 Wegweiser zu den Tageskliniken
 

15:00 – 16:30 Workshops
  1. DBT in der Tagesklinikbehandlung
    S. Knolle-Veentjer
  2. Eltern-Gruppe in der Tagesklinik
    B. Ryll, E. Korth
  3. Rollende Trommeln – durch Rhythmus und Bewegung im Körper ankommen
    S. Perbandt
  4. Klang für die Seele
    G. Berger
  5. Moderne Kriegstraumatisierung
    A. Breitkreuz, M. Wiese
  6. Offene Dialoge
    V. Aderhold
  7. Der alkoholabhängige Patient
    W. Averbeck
  8. Alltagsorientierung statt Institution
    A. Weber, M. Brieger
  9. Line Dance – Tanzende Wege zur psychischen Gesundheit
    A. Müller, C. Holz
  10. Indoor-Klettern mit psychisch Erkrankten
    M. Beltz
  11. Toolbox Gruppentherapie: STARTER Wie bringe ich eine Gruppe zum Arbeiten
    E. Diebels, H. Schmitz
  12. Besichtigung und Konzept der drei Kieler Tageskliniken
    D. Barishnikov, H. Engel, K. Gerok-Falke
  13. Vögel fliegen hoch, manche Vögel fliegen höher
    W. Arts, Ch. Grindel
17:00 – 18:30 Mitgliederversammlung
19:30 Abendveranstaltung


Freitag, 9. März 2012
Lücken in den Netzen entdecken und flicken

8:00 Aktiv in den Tag – Joggen und Walken um die Hörn
M. Wiese, B. Molzen
9:00 Einführung in die Schematherapie
H.Berbalk
9:45 Für welche Patienten ist telemedizinische Betreuung nach der Tagesklinik gerechtfertigt?
H.-J. Grabe
10:15 Familienstruktur türkischer Migranten und Umgangsweisen in der tagesklinischen Behandlung
A. K. Gün
10:45 Pause
11:00    Mentalisierungsbasierte Therapie – Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen modernen Psychotherapien in Tageskliniken
U. Schultz-Venrath
11:30 Krank geworden – Platz vergangen Berufliche Eingliederung zwischen Risiko des Scheiterns oder Chance zur Rehabilitation
A. Dochat
12:45 Aktuelle Entwicklungen der Tagesklinik und Resümee im Plenum
B. Eikelmann
13:30 Ende

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Workshops

1. DBT in der Tagesklinikbehandlung
S. Knolle-Veentjer
Dialektisch-behaviorale Therapie nach M. Linnehan ist eine die am besten als effektiv in der Therapie von Borderline-Persönlichkeitsstörungen untersuchte und bestätigte Therapieform. In der Tagesklinik am Niemannsweg wird diese Methode eingesetzt. Grundzüge der DBT und Erfahrungen in der Anwendung dieser Technik bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen aber auch anderen Diagnosen werden vorgestellt. Erfahrungsaustausch und Diskussion sind gewünscht.

2. Eltern-Gruppe in der Tagesklinik
B. Ryll, E. Korth
Werden Kinder als Angehörige psychisch Kranker in Tageskliniken weiter übersehen? Wie können psychisch kranke Eltern ihrer Erziehungsaufgabe nachkommen? Erfahrungen im Aufbau einer Gruppe von Eltern, die u. a. bedingt durch ihre Krankheit Schwierigkeiten im Umgang mit ihren kleinen Kindern haben werden dargestellt. Austausch zum Umgang mit dieser Gruppe von Patienten folgt.

3. Rollende Trommeln - durch Rhythmus und Bewegung im Körper ankommen
S. Perbandt
Rhythmus erzeugen und erleben gelingt nicht nur mit den Ohren und Händen sondern mit dem ganzen Körper. Dies im angebotenen Workshop live zu erleben kann helfen das Medium im therapeutischen Prozess besser einzuschätzen und einzusetzen.

4. Klang für die Seele
G. Berger
Musiktherapie umfasst vielfältige Möglichkeiten Emotion, Interaktion und Verhalten zu verändern. Über praktische Übungen nähert sich eine erfahrene Musiktherapeutin in diesem Kurs den Möglichkeiten dieser therapieform, ist aber auch für den Austausch über eigene Erfahrungen im therapeutischen Kontext offen.

5. Moderne Kriegstraumatisierung
A. Breitkreuz, M. Wiese
Kaum haben wir erfasst, welche tiefen psychischen Auswirkungen der Krieg 1939-45 in den verschiedenen Generationen hinterließ, da befinden wir uns seit einigen Jahren schon wieder im Kriegszustand. Soldaten und ihre Angehörigen stellen eine Gruppe direkter oder indirekter schwerster Traumatisierung ausgesetzter Personen dar. Erkennen, Bedingungen verstehen und therapeutische Möglichkeiten eruieren ist Thema dieses Workshops.

6. Offene Dialoge
V. Aderhold
Nicht der Ort der Behandlung sondern die Art des therapeutischen Umgangs entscheidet häufig über den Verlauf einer Krankheit. Als konsequente Umsetzung einer empowernden Begegnung auf Augenhöhe und Wertschätzung des sozialen Netzes wurde in Skandinavien die Methodik des offenen Dialogs entwickelt. Herr Aderhold hat den offenen Dialog nach Deutschland geholt und kann somit auch von Erfahrungen berichten.

7. Der alkoholabhängige Patient
W. Averbeck
Alkoholabhängige Menschen sind praktisch immer in psychiatrischen Tageskliniken präsent. Auf ihre speziellen Bedürfnisse wird mehr oder weniger geachtet. Ausgehend von einer Reha-Tagesklinik für Alkoholerkrankte wird Herr Averbeck die Prinzipien tagesklinischer Alkoholentwöhnung darstellen und auf die praktischen Probleme einzugehen.

8. Alltagsorientierung statt Institution
A. Weber, M. Brieger
In einigen Kreisen Schleswig-Holsteins kann über eine Regionalbudget die Behandlung flexibler an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden. Ausgehend von Erfahrungen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg kann in diesem Workshop überlegt werden, wie Institutionsbezogenheit aufgelöst werden kann und konsequenter eine auf den Lebensalltag bezogene Therapie gestaltet werden kann.

9. Line Dance – Tanzende Wege zur psychischen Gesundheit
A. Müller, C. Holz
Bewegung ist das körperliche Korrelat von Veränderungsprozessen. Im Tanzen kommen lustvolle rhythmische Aspekte hinzu. In zwei Tageskliniken wurden Erfahrungen mit Line Dance gemacht, die zunächst nachvollzogen werden können (es ist keine besondere Bekleidung erforderlich).

10. Indoor-Klettern mit psychisch Erkrankten
M. Beltz
Herausforderungen annehmen und statt Angst zu kultivieren Mut aufbringen – dieser therapeutische Weg ist aus vielen Therapien bekannt. Beim Klettern geht er hoch hinaus. Erfahrungen, die eigene Grenze zu erweitern und sich auf die Sicherung durch andere zu verlassen sind hiermit spielerisch leicht zu machen. Eine Kletterwand ist zur praktischen Erprobung angefragt.

11. Toolbox Gruppentherapie: STARTER Wie bringe ich eine Gruppe zum Arbeiten
E. Diebels, H. Schmitz
Die therapeutische Gruppe ist aus der Tagesklinik nicht mehr wegzudenken. Dieses effektive und ökonomische Instrument unseres Alltagshandelns erfordert jedoch einige Kompetenz in der Wahrnehmung von Kohäsion und Kommunikationsprozessen. Als erfahrene Trainer im Ausbildungsprogramm der DATPPP für Mitarbeiter in Tageskliniken können E. Diebels und H. Schmitz eine Vielzahl von Tools erläutern und erfahrbar machen, wie eine Gruppe zum therapeutischen Arbeiten gebracht werden kann.

12. Besichtigung und Konzept der drei Kieler Tageskliniken
D. Barishnikov, H. Engel, K. Gerok-Falke
In Kiel arbeiten derzeit drei Tageskliniken in unterschiedlicher Trägerschaft und mit unterschiedlicher Ausrichtung – und doch nicht nur friedlich sondern auch konstruktiv miteinander. Erstmals bei einer DATPPP-Tagung besteht die Möglichkeit durch Herumfahren in einer kleinen Gruppe mehrere Tageskliniken in einem Workshop kennen zu lernen und zu vergleichen.

13. Alle Vögel fliegen hoch, manche Vögel fliegen höher
W. Arts, Ch. Grindel
Einer flog über´s Kuckucksnest – war früher. Heutige verrückte Vögel können noch viel kreativer sein. Wie? Die Kunsttherapie fördert gerade die Expressionsfähigkeit von sonst schwer Zugänglichem oder Unaussprechlichem. Eigene Erfahrungen mit dem Medium Kunst sind keine Voraussetzung.

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Referentinnen und Referenten

Aderhold, Dr. Volkmar Universität Greifswald Psychiater volkmar.aderhold@uni-greifswald.de
Aldenhoff, Prof. Dr. Josef Zentrum für integrative Psychiatrie, Universitätsklinik Kiel Psychiater, Ärztlicher Direktor sekr.prof.aldenhoff@zip-kiel.de
Arts, Wibke Tagesklinik Villa Karlstal, ZIP Kiel Kunsttherapeutin w.arts@zip-kiel.de
Averbeck, Wolfgang TASK Kiel, Stadtmission Kiel Sozialpädagoge, Suchttherapeut wolfgang.averbeck@stadtmission-kiel.de
Barishnikov, Dimitriy Tagesklinik Kieler Fenster Psychologe info@kieler-fenster.de
Beltz, Michael Tagesklinik Wuppertal, Johanniter Ergotherapeut Michael.beltz@antonius.de
Berbalk, Dr. Heinrich Universität Hamburg Psychologe, Institutsleiter berbalk@akm-net.de
Berger, Gabriele Tagesklinik Villa Karlstal Krankenschwester g.berger@zip-kiel.de
Breitkreuz, Dr. Andreas Bundeswehrkrankenhaus Hamburg Psychiater Andreasbreitkreuz@t-online.de
Brieger, Monika Tagesklinik Mölln, Johanniter Krankenschwester tkm@johanniter-krankenhaus.de
Diebels, Ernst Tagesklinik Wuppertal, Johanniter Psychologe e.diebels@web.de
Dochat, Achim Bergische Diakonie Psychologe achim.dochat@bergische-diakonie.de
Dochat, Achim Bergische Diakonie Psychologe achim.dochat@bergische-diakonie.de
Eikelmann, Prof. Bernd Städtisches Klinikum Karlsruhe, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin Psychiater, Klinikleiter psychiatrie@klinikum-karlsruhe.de
Engel, Dr. Horst Tagesklinik Villa Karlstal, ZIP Kiel Psychiater, TK-Leiter h.engel@zip-kiel.de
Gerok-Falke, Dr. Katharina Tagesklinik am Niemannsweg, ZIP Kiel Psychiaterin, TK-Leiterin k.gerok-falke@zip-kiel.de
Grabe, Prof. Dr. Hans-Jörg Tagesklinik Universität Greifswald Psychiater, TK-Leiter grabeh@uni-greifswald.de
Grindel, Christina Tagesklinik am Niemannsweg, ZIP Kiel Kunsttherapeutin c.grindel@zip-kiel.de
Holz, Claudia Tagesklinik Preetz, Brücke SH Krankenschwester c.holz@bruecke-sh.de
Hopf, Dr. Herald Tageskliniken Preetz, Plön und Heide, Brücke SH Psychiater, TK-Leiter h.hopf@bruecke-sh.de
Kemal-Gün, Dr. Ali Rheinische Kliniken Köln Psychologe a.k.guen@lvr.de
Knolle-Veentjer, Dr. Silja Tagesklinik am Niemannsweg, ZIP Kiel Psychologin s.knolle-veentjer@zip-kiel.de
Korth, Dr. Ernst-Eckart Tagesklinik Preetz, Brücke SH Psychologe e.korth@bruecke-sh.de
Molzen, Bernt Tagesklinik Preetz, Brücke SH Ergotherapeut b.molzen@bruecke-sh.de
Müller-Nielsen, Klaus Børne- og undomspsykiatrisk afd. Kolding, Augustenborg Psychiater Klaus.Muller-Nielsen@psyk.regionsyddanmark.dk
Perbandt, Sarah Tagesklinik Kieler Fenster Motopädagogin, Ergotherapeutin, Tanzpädagogin s.perbandt@kieler-fenster.de
Ryll, Bettina Tagesklinik Preetz, Brücke SH Sozialpädagogin b.ryll@bruecke-sh.de
Schmitz, Hans Joachim Kliniken Ruhrhalbinsel Hattingen Psychologe h.schmitz@kkrh.de
Schultz-Venrath, Ulrich Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach Psychiater, Klinikleiter schultzvenrath@freenet.de
Weber, Anja Tagesklinik Mölln, Johanniter Ergotherapeutin tkm@johanniter-krankenhaus.de
Wiese, Dr. Michael Tagesklinik Preetz, Brücke SH Psychiater m.wiese@bruecke-sh.de

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Abendprogramm

Die deutsche Demokratie begann in Kiel – zumindest das Ende des Kaiserreichs. Der Matrosenaufstand im November 1918 änderte die Regierungsform von Kiel ausgehend in ganz Deutschland. Nur eine kleine Tafel erinnert an dieses Ereignis. Dort befindet sich der Legienhof – ein früheres Gewerkschaftshaus.

Hier treffen wir uns pünktlich um 19:00 Uhr zum gemeinsamen Genießen und gemütlichen Beisammensein. Sie können durch die Innenstadt laufen oder direkt hinfahren, Legienstr. 22-24, 24103 Kiel.

Dort erwartet uns:
19:05 Uhr: Theaterstück „Einer von 10“, Theatergruppe ZIP
19:35 Uhr: Internationales Büffet mit maritimem Schwerpunkt
Ca. 20:15 Uhr: „Emma um Acht“, Folk-Cross-Over aus Preetz
Open End mit viel Gelegenheit zum Gespräch und zur Begegnung.

Bitte melden Sie sich zur Planung der Platzzahl bald an. Es lohnt sich!



Veranstaltungsorte

>> Flyer zur Tagung mit Anfahrtsskizze

Vorträge:
Halle 400
An der Halle 400
24143 Kiel

Workshops:
Villa Karlstal
Karlstal 34A
24143 Kiel

Kieler Fenster
Alte Lübecker Chaussee 1
24114 Kiel

Tagesklinik am Niemannsweg
Niemannsweg 147
24105 Kiel

Abendprogramm:
Legienhof
Legienstr. 22
24103 Kiel


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Tagungskosten

Arzt/Psychologe: 130€ (DATPPP-Mitglied: 110 €)
Andere Berufsgruppen: 80€ (DATPPP-Mitglied: 60€)
Abendveranstaltung: 15€

Bitte verwenden Sie für die Anmeldung zur Tagung folgendes >> Formular


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Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung folgender Firmen und Institutionen

Kieler Fenster Brücke SH
ZIP Jannsen


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